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Wachenheimer Heimatmuseum ist nun im renovierten Bürgerhaus

 

 

Wormser Zeitung
vom 10.05.2012
von Martina Wirthwein

Vor wenigen Tagen feierten die Wachenheimer die Wiedereröffnung ihres neu renovierten Bürgerhauses (die WZ berichtete). Vielseitig soll es weiterhin genutzt werden, die Veranstaltungen sollen im Zeichen der Gastfreundschaft stehen.

Gleichwohl birgt das Haus auch historische Schätze - im kleinen, aber feinen Heimatmuseum, das im Jahr 1951 vom Wachenheimer Wander- und Verschönerungsverein gegründet wurde und nun im Bürgerhauspavillon wieder zugänglich ist. Die Ausstellung hatte ihr erstes Domizil im sogenannten Kavalierspavillon im Lüll'schen Schlosspark. 1989 wechselte die Sammlung in das Obergeschoss der ehemaligen „kleinen Schule“ in der Mühlgasse. 2007 veräußerte die Ortsgemeinde dieses Gebäude und die Exponate wurden auf Veranlassung des Vereinsvorsitzenden Wolf-Dieter Egli bis zur jetzt möglichen erneuten Präsentation im renovierten Bürgerhaus an der Harxheimer Straße verwahrt. Der im Bürgerhaus zur Verfügung stehende, nur eng begrenzte Raum gestattet eine verkleinerte, aber trotzdem beeindruckende Darstellung ortsgeschichtlicher Zeugnisse. In einer separaten Vitrine wird die römische Geschichte des Ortes dokumentiert. Die kann ab dem Jahr 200 unserer Zeitrechnung durch Ausgrabungsfunde, die Werner Gaede und andere Bürger im seit 1972 bebauten Wohngebiet „Hinter dem Mühlbrunnen“ zu Tage gefördert haben, nachgewiesen werden. Begleitend hierzu werden auf Fotografien aus dem Jahr 1905 die seinerzeit entdeckten Fundamente einer römischen Villa (landwirtschaftliches Anwesen) mit Teilen einer schon zu dieser Zeit modernen Fußbodenheizung und einigen Münzfunden aus diesem Umfeld gezeigt.

Weitere ortsgeschichtlich interessante Ausstellungsstücke befassen sich mit Funden aus steinzeitlicher und keltischer Zeit. Aus dem frühen 19. Jahrhundert sind Kannen und Teller der Art „Vaudre Vange“ aus Wallerfangen an der Saar zu sehen, ferner interessante Leuchten aus dieser Zeit und früher. In einer weiteren Vitrine wird des Verfassers der „Heimatgeschichte für Wachenheim“ und Ehrenbürgers der Gemeinde, Johannes Würth, gedacht. Aus napoleonischer Zeit ist zudem ein Kürassierhelm zu sehen. Eine schöne Erinnerung ist ferner die Geschichte der Wachenheimer Weinmajestäten von 1966 bis 2001, die im Museum ebenfalls anschaulich präsentiert wird. Um die Neugestaltung der Sammlung hat sich Altbürgermeister Wolf-Dieter Egli gekümmert. Geöffnet ist das Heimatmuseum nach Bedarf.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Wormser Zeitung.
Link zur Originalseite der Wormser Zeitung mit Bildern und weiteren Artikeln über Wachenheim.