WORMSER ZEITUNG
vom 20.07.2009
von Claudia Wößner
Fördergelder für Bürgerhaus beantragt
Abwarten, Tee trinken - und sich zuversichtlich geben. Viel mehr kann der Wachenheimer Gemeinderat im Moment nicht machen, wenn es um Landesmittel für das Bürgerhaus geht. Das, was die Ortsparlamentarier ansonsten noch tun können, hatten sie in der jüngsten Ratssitzung getan: Sie beantragten erneut Fördermittel aus dem Investitionsstock. Denn bislang hat Mainz den Ruf aus der Zellertal-Gemeinde nach Zuschüssen noch nicht erhört.
"Wir sind in der Warteschleife - das ist schon die dritte Runde", erklärte Ortsbürgermeister Dieter Heinz (FWG) gegenüber der WZ. Verzagen will der Rathauschef jedoch nicht, wenn es um den Förderantrag geht. Statt dessen zeigte er sich zuversichtlich, dass es diesmal mit den Landesmitteln klappt. Allerdings ist jetzt erst wieder Geduld gefragt. Bis ein Bescheid kommt, wird es voraussichtlich April oder Mai. "Dann können wir frühestens im Sommer mit den Arbeiten anfangen", erläuterte Heinz.
Denn nach dem Schaden von Dezember 2007 - kurz vor Weihnachten brannte damals der Jugendraum im Bürgerhaus komplett aus - muss bis Ende 2010 etwas am Bürgerhaus passiert sein. Ansonsten gibt es dem Ortschef zufolge Probleme mit der Versicherung. Und wenn wieder kein positiver Bescheid vom Land kommt? Dieter Heinz mag gar nicht daran denken. "Das glaube ich nicht", so der FWG-Mann. "Wir sind schon zuversichtlich."
Auf eine kräftige Finanzspritze hoffen die Wachenheimer jedenfalls noch in einer anderen Angelegenheit: der Dorferneuerung. Der "Arbeitskreis Dorferneuerung" hat ein umfangreiches Konzept ausgearbeitet, um Touristen in die Zellertal-Gemeinde zu locken. Beide Ortseingänge sowohl in westlicher als auch in östlicher Richtung sollen entsprechend gestaltet werden. Außerdem ist geplant, die historischen Gebäude wie Wasserhaus, Schloss oder Schmiedemuseum sowie die verschiedenen Weingüter zu beschildern. "Auf den Tafeln sollen kurze prägnante Informationen stehen", berichtete der Ortsbürgermeister.
Neben den Info-Schildern wird es auch ausführliche Flyer geben, die den Besuchern noch mehr über Wachenheim verraten sollen. Mit zum Konzept gehört die Aufstellung einer zentralen Übersichtstafel im Ort. Von diesem Punkt aus sollen die Freunde der Zellertal-Gemeinde zu einem Rundgang animiert werden, bei dem sie Wachenheim für sich selbst entdecken können.
Vielleicht schlendert der ein oder andere ja dann sogar mal zur Helenenquelle zwischen Wachenheim und Niefernheim. Der einstige Anziehungspunkt für Groß und Klein soll künftig wieder ansprechend hergerichtet werden. Unter Federführung von SPD-Ratsmitglied Werner Gaede wird nach Möglichkeiten gesucht, die Quelle einer Verjüngungskur zu unterziehen - und mehr aus ihr rauszukitzeln. Das ist auch bitter notwendig. "Das war früher ein Riesenstrahl, heute ist es nur noch ein Rinnsal", bedauerte Ortschef Dieter Heinz.
|