WORMSER ZEITUNG
vom 05.11.2009
von Reiner Philipp Koch
VERKEHRSBERUHIGUNG Einmündung B47/K1 in Wachenheim neu gestaltet und Fahrbahn saniert
Nervender Lärm und hektischer Verkehr auf der Bundesstraße 47 (Wormser Straße) in der Ortsdurchfahrt der Zellertalgemeinde Wachenheim waren für die stressgeplagten Anlieger ein ständiges Ärgernis. Jetzt kündigen sich leisere Zeiten an. Das liegt an der erfolgten Sanierung der bislang von Schlaglöchern gezeichneten Fahrbahn.
In diesem Kontext wurden neue Kanalschächte eingebaut und Wasserleitungen ausgetauscht. Markant sind die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung am östlichen Ortseingang aus Richtung Monsheim. Dort bremsen nunmehr Verkehrsinseln allzu forsche Autofahrer aus.
Wachenheim präsentiert sich mit einer aktualisierten Visitenkarte. Der Einmündungsbereich von der Bundes- in die Kreisstraße nach Mölsheim (Bockenheimer Straße) wurde komplett umgestaltet. Neben den in die Fahrbahndecke integrierten (und beleuchteten) Verkehrsinseln, mit denen die Fahrbahnen in beiden Richtungen "verschlankt" wurden, gibt es jetzt auch eine so genannte Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger - der Sicherheit wegen. Der Gehweg am und die Zufahrt zum Friedhof wurden erweitert, die Fahrbahn mit Bordsteinen begrenzt, das Ortseingangsschild gen Monsheim versetzt.
Alles in allem zeigen diese verkehrsberuhigenden Maßnahmen Wirkung. Das freut Dieter Heinz. "Das hat zu einer merklichen Verbesserung an der östlichen Ortseinfahrt geführt. Nach meinem Empfinden wird langsamer gefahren. Und beim Rübentransport geht´s jetzt ruhiger zu", zieht der Ortsbürgermeister eine positive Zwischenbilanz. Restlos zufrieden ist er noch nicht. Heinz meint, das reiche nicht aus: "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, es muss aber weitergehen."
Die Fahrbahn der Bundesstraße im Bereich der Ortsdurchfahrt ist über eine recht lange Strecke relativ breit. Das verleitet manchen eiligen Verkehrsteilnehmer im Abschnitt zwischen Einmündung B47/K1 und der "Dauerrot-Ampel" am Bürgerhaus - dazwischen liegt noch ein Fußgängerüberweg - dazu, schneller zu fahren als die Polizei nun mal erlaubt. "Da müssen verschiedene Maßnahmen greifen", macht Heinz deutlich. In der nächsten Zeit sind Tempomessungen geplant, eine mobile Geschwindigkeitsanzeige soll in der Ortsmitte aufgestellt werden. Stationäre Radaranlagen ("Starekasten") stehen auf seinem Langzeit-Wunschzettel. Doch wer trägt die Kosten? Heinz ahnt, dass Investitionen in Radarsysteme vor dem Hintergrund der viel diskutierten Verwaltungsreform derzeit kein Thema sind. Jeder wartet ab, wer zukünftig in Verkehrsfragen für was zuständig ist - und wer was bezahlen muss.
Auf Heinz´ Agenda steht zudem die Markierung der renovierten Fahrbahn. Ein Mittelstreifen ist noch nicht aufgetragen. "Ich wünsche mir auch eine Seitenmarkierung im Ort, damit die Fahrbahn optisch schmäler wirkt", sagt er an die Adresse des Landesbetriebes Mobilität (LBM) in Worms gerichtet. Martin Schafft hält diesen seitlichen Randstreifen für nicht notwendig. "Es wäre nicht klar, für was die Markierung wäre", verweist der mit dem Projekt in Wachenheim betraute stellvertretende Leiter des LBM darauf, dass es keinen Radweg gibt, der innerorts weiterzuführen wäre.
Bei der Landesbehörde ist aber das letzte Wort zu diesem Thema noch nicht gesprochen. Schafft: "Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen. Das hängt mit der Mittelmarkierung zusammen." |