WORMSER ZEITUNG
vom 10.11.2008
Jugendliche stiften Pflanzen und setzen bei Wachenheim die ersten vier selbst ein
kw. WACHENHEIM/ZELLERTAL Die Gemarkung in Wachenheim/Zellertal ist um einige Bäume reicher. Schüler der Grünstädter Realschule hatten 500 Euro gespendet, die zur Beschaffung von Obstbäumen Verwendung finden sollte. Die 9a hatte sich gemeinsam mit Ortsbürgermeister Dieter Heinz, dem Vorsitzenden des Natur- und Vogelschutzvereins Zellertal, Bernd Schmidt, und Vertretern des Ortsgemeinderates am Kindenheimer Weg getroffen, um die ersten vier Bäumchen ins Erdreich zu pflanzen.
Im vergangenen Jahr ist die Realschule zehn Jahre alt geworden, doch verzichtete man auf eine akademische Feier mit Reden und entschloss sich stattdessen zu einer Aktion, welche die wichtigsten Mitglieder der schulischen Einrichtung einbezog: nämlich die Schüler. Initiiert hat man einen Jubiläumslauf, bei dem die Mädchen und Jungen die Aufgabe hatten, im Vorfeld Sponsor zu suchen, die für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag spenden. Und so "erliefen" die Fünft- bis Zehntklässler im September 2007 im Grünstädter Rudolf-Harbig-Stadion die beachtliche Summe von über 13000 Euro. "Wir wollten es erst nicht glauben", gestanden die beiden Klassenleiter der 9a, Margit Liedtke-Zieroth und Uwe Chormann. Ein Betrag, der völlig die Erwartungen gesprengt hatte und worauf man natürlich mächtig stolz war.
Animiert durch Al Gores Engagement für den Klimaschutz, hatten sich die Schüler entschlossen, das Geld dem Umweltschutz zugute kommen zu lassen, und zwar mittels einer Baumspendenaktion. Ausgemacht war, dass jede Gemeinde, in der Schüler der Realschule zu Hause sind, 500 Euro erhält. Bis zu 25 Bäume können und konnten somit pro Ort angeschafft werden. Neben Wachenheim geschah dies unter anderem in den Gemeinden Offstein, Hohen-Sülzen, Dirmstein und Bockenheim.
Strammen Schrittes ging es also den Kindenheimer Weg hinauf, wo bereits ein 2000 Quadratmeter großes Biotop entstanden ist, das - durch eine Streuobstwiese ergänzt - weitere 8000 Quadratmeter anwachsen soll. Vier Bäume wollten die Jugendlichen selbst ins Erdreich setzen. Die Löcher waren schon gegraben, die Schüler mussten die jungen Bäumchen nur noch einsetzen. Gehalten werden sie durch einen Pfosten, der mittels Rammbock in die Erde geschlagen wurde.
"Robin, gib alles", feuerten die Schüler ihren Kameraden an, der diese Aufgabe bei einer Wildkirsche übernommen hatte. Dieter Heinz zeigt sich dankbar ob des Engagements: Ein kleiner Dankeschön-Imbiss war den Schülern sicher. |