Auszug aus der WORMSER ZEITUNG
vom 14.05.2008
von
Manfred Janß
Weichen für Reaktivierung der Zellertalbahn sind gestellt
VG-Rat Monsheim billigt Kostenanteil für Wiederinbetriebnahme
Ab 2014 könnte auf der Zellertalbahn zwischen Monsheim und Langmeil/Münchweiler wieder ein regulärer Personennahverkehr rollen, und das im Rheinland-Pfalz-Takt.
Für ihr Territorium hat die Verbandsgemeinde Monsheim die Weichen dafür gestellt.
Einstimmig fasste der VG-Rat in seiner Sitzung am 8. Mai 2008 einen Grund-satzbeschluss, dass die VG Monsheim einen Teil der Kosten für die Instandsetzung der beiden Bahnübergänge übernimmt, die sich auf Wachenheimer Gemarkung befinden. Einer befindet sich am Wachenheimer Bürgerhaus, der andere am Sportplatz.
Insgesamt sind auf der Strecke zwischen Monsheim und Langmeil zwölf Übergänge in Ordnung zu bringen.
Wie VG-Bürgermeister Ralph Bothe (SPD) informierte, liegt die Kostenschätzung bei 66.000 Euro pro Bahnübergang, hinzu kommen jeweils noch etwa 15.000 Euro für Erdarbeiten.
Allerdings muss das die VG Monsheim nicht alleine stemmen, das Land zahlt Zuschüsse in Höhe von bis zu 85 Prozent. Auf die Verbandsgemeinde entfielen somit gut 20000 Euro, was der Rat auch billigte.
Gerade vor dem Hintergrund rasant ansteigender Spritpreise werde der öffentliche Personennahverkehr immer interessanter, so Bothe. Ganz nebenbei, fügte der VG-Chef hinzu, würden dann im Bahnhof Monsheim vier Bahnstrecken zusammen treffen, die im Rheinland-Pfalz-Takt verkehrten.
Michael Röhrenbeck (FWG) würde es als Monsheimer Ortsbürgermeister ebenfalls gerne sehen, wenn seine Gemeinde Anschluss an eine weitere Bahnstrecke im Rheinland-Pfalz-Takt bekäme. Dies belege allein schon die Tatsache, dass der Ausflugsverkehr, den es in den Sommermonaten seit einigen Jahren an Sonn- und Feiertagen gebe, sehr gut angenommen werde.
Bereits im Vorfeld hatte ein Treffen von Bürgermeistern der VG Monsheim und Vertretern der Schienenpersonennahverkehrsverbände ergeben, dass insbesondere Berufspendler und Schüler von einer reaktivierten Zellertalbahn profitieren könnten (die WZ berichtete). Neben den Bahnübergängen müssen bis 2014 allerdings auch der Gleisoberbau überholt, die Bahnsteige S-Bahntauglich ausgebaut sowie die Signalanlagen auf den neuesten Stand gebracht werden.
Für Wachenheim/Mölsheim würde sich hinter dem Wachenheimer Bürgerhaus ein Haltepunkt anbieten.
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