WORMSER ZEITUNG
vom 06.10.2009
von Martina Wirthwein
HOFLADENTAG Feldfrische Produkte ziehen viele Besucher ins Wachenheimer Zellertal
"Die Früchte des Herbstes genießen", lautet das Motto des "Zellertaler Hofladentages" in Wachenheim. Hofläden aus dem gesamten Tal luden zum siebten Mal alle Freunde feldfrischer Produkte zum Bummel entlang der Einkaufsmeile ein. Die Veranstaltung ist eine Initiative des Vereins "Zellertal aktiv", der Termin hat sich zum Besuchermagneten entwickelt. Gäste hatten sich dementsprechend sowohl aus der Region als auch weit darüber hinaus eingefunden.
In der "Wachenheimer Winzerstube" im Weingut Heinz zum Beispiel war´s das Bayrische. Sepp Hoffmann - und nicht Josef, wie der sympathische Zellertaler aus dem bayrischen Land betont - hatte einst gemeinsam mit Weingutsbesitzer Dieter Heinz die Freundschaft zwischen beiden "Zellertälern" besiegelt. 36 Mal sei "der Sepp" nun schon in Wachenheim zu Gast gewesen, habe bis dato gut 36000 Kilometer auf dem Buckel und diesmal allein am frühen Nachmittag schon gut 350 Hände schütteln dürfen, wie er sagte.
Im "Weingut Hein" startete der Morgen mit einem reichhaltigen Frühstück. Gut 60 Gäste ließen es sich munden, erzählte Winzerin Ortrud Hein, deren Köstlichkeiten aus dem Backofen ein "Muss" sind. Dazu gab es Geschenkideen, hausgemachte Gelees und einen kleinen Hobbymarkt regionaler Anbieter. Sozusagen als "Untermieter" bekam bei Heins der "Biohof Ganter" aus Harxheim eine Ecke für sich und ergänzte das Angebot etwa mit einer Spezialität, die sich "schwarze Nüsse" nennt. Das sind grün geerntete Walnüsse, deren Gerbsäuren ausgewaschen werden, bevor sie in Zuckersirup getaucht werden.
Auf Tafeltrauben unterschiedlichen Geschmacks hat sich "Hoffmanns Weinideen" spezialisiert. Unablässig wuselten sie von einem Gast zum anderen, animierten zum Probieren, gaben Empfehlungen ab und steckten die Besucher mit der Begeisterung für die eigenen Produkte an. Darunter fanden sich auch "exotische" Sorten wie die Amerikaner-Reben, die leicht nach Erdbeeren schmecken, die ursprünglich aus Palästina stammenden Datteltrauben oder die pflaumengroße Kyoto aus Japan, deren leicht bitter schmeckende Haut am besten geschält wird, um die nach Kiwi schmeckende Frucht genießen zu können.
In "Schüttlers kreativem Hofladen" war ebenfalls die komplette Familie eingespannt. Dass sich dort alles um den Kürbis drehte, war schon beim Eintreten in den Hof zu sehen, denn da waren sie "aufgebahrt" in allen Größen und Durchmessern. Hier konnte man sich niederlassen bei Wein, Zwiebelkuchen und Kürbissuppe. Besonders die Damen interessierten sich für die floristischer Arrangements und erntefrisches Gemüse. Mal was Neues aus Kürbis hatte Chefin Margit Schüttler ausprobiert: Kürbisschnecken aus Hefeteig, gefüllt mit Kürbis und Speck. Die "Landbrennerei Bühler" aus Einselthum präsentierte Brände und Liköre.
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