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2. Knutfest in Wachenheim gefeiert
Feuerwehr erhält neues Tragspritzenfahrzeug

Wer am vergangenen Sonntag zufällig durch Wachenheim kam, der wunderte sich sicherlich, über den einen oder anderen Pilger, der mit einem Weihnachtsbaum im Schlepptau unterwegs war. Doch hätte man diesen dann nach seinem Ziel gefragt, wären viele auch aus der Antwort „Ei zum Knutfest“ nicht viel schlauer geworden.

Mit dem Wort „Knut“ konnte man ja noch etwas anfangen, aber wohl eher im Zusammenhang mit einem gewissen schwedischen Einrichtungshaus. Fest steht jedenfalls, wer nicht beim Knutfest war, der hat etwas verpasst. Denn hier kamen Wachenheimer Bürger sowohl aus dem alten, als auch dem neuen Ortsbereich zusammen, überließen ihren Weihnachtsbaum der freiwilligen Feuerwehr, die diesen ordnungsgemäß verbrannte und erhielt dafür einen Gutschein für einen Glühwein oder Punsch. Diese Idee wurde im vergangenen Jahr geboren, denn da fand das Fest schon einmal statt. Der örtliche Gesangverein und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr erweckten das Knutfest zum Leben.

Und mit Erfolg, denn der Platz rund um die Scheune, etwas außerhalb von Wachenheim war gut gefüllt mit gut gelaunten Menschen. Dazu trugen mit Sicherheit auch die „Kloppenberggugger“ aus Dittelsheim – Hessloch, die es seit Sommer 2004 gibt, ihren Teil bei. Mit ihrer Guggemusik, einem nach eigenen Angaben „fetzigen, lauten Rhythmus mit einer schrägen Form der Blasmusik“, heizten sie den Besuchern in ihren blauen, wilden Kostümen mächtig ein.


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Doch neben der Geselligkeit, dem Verbrennen der Weihnachtsbäume und der außergewöhnlichen Musik gab es noch einen weiteren Anlass für das Knutfest. – Seit 30 Jahren erhielt die Freiwillige Feuerwehr Wachenheim wieder ein neues Einsatzfahrzeug. Im Rahmen des örtlichen Brand- und Katastrophenschutzes kommt der bedarfsgerechten Ausrüstung auch den Wehreinheiten der kleinen Ortsgemeinden eine besondere Bedeutung zu. „Mit dem neuen multifunktionalen Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser (TSF-W) kann auch bei zurückgehender Tagesverfügung der Einsatzkräfte schnelle und wirksame Hilfe geleistet werden“, so Verbandsbürgermeister Ralph Bothe.

Dieser überreichte Hans Lösch, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wachenheim, den Schlüssel für das neue Fahrzeug, das insgesamt etwas mehr als 100.000 Euro gekostet hat. Davon finanzierte das Land Rheinland – Pfalz etwa ein Drittel, während der Rest von der Verbandsgemeinde Monsheim investiert wurde. Das neue TSF-W verfügt über einen 750 Liter Wassertank, eine Beleuchtungsgruppe, die aus einem Stromerzeuger, einem Lichtmast mit zweimal 1000 Watt und einem Stativ mit ebenfalls zweimal 1000 besteht, sowie vier Atemschutzgeräten. Ansonsten verfügt das Standardfahrzeug, das bei 95 Prozent aller Einsätze dabei sein wird, über die normale feuerwehrtechnische Beladung. Der Förderverein der FFW Wachenheim steuerte noch den fehlenden Drucklüfter, der einen Wert von 1.800 Euro hat, bei, damit schnell Räume rauchfrei gemacht werden können.

(Der Artikel erschien im „Nibelungenkurier“ Worms in der Ausgabe vom 20. Januar 2007 und wird mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des „Nibelungenkuriers“ veröffentlicht)

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