WVZ-Damensitzung ein voller Erfolg
Immer wieder ist in der fünften Jahreszeit die Damensitzung des Wander- und Verschönerungsvereins Höhenpunkt im Ortsgeschehen. Mit originellen Einfällen verstehen es dabei seit 55 Jahren die Wachenheimer Fastnachter ein brillantes Feuerwerk, mit Wort-, Gesangs- und Tanzvorträgen "abzubrennen". Die Besucher erlebten ein vierstündiges kurzweiliges, buntes Programm. Sitzungspräsidentin Annelie Lösch und ihr Elferrat konnten in jeder Phase den richtigen Draht zum närrischen Auditorium herstellen. Der bunt dekorierte Bürgerhaussaal sorgte für einen ansprechenden Rahmen.
Um 20.11 Uhr war der Damenelferrat mit lautem Hallo unter Begleitung der "Happy Holiday Band" aus Worms eingezogen. Nach einer musikalischen "Einheizrunde" bewegten "Die Ah un die Anner" alias Wilfried Dehoff und Benno Falz, mit munterem Geplauder und Gesangseinlagen die Lachmuskeln. Von den beiden konnte man unter anderem erfahren, dass "im letschte Summerurlaub uffem Kühkopp die Sunnecrem nur bewirkt hot, dass der Reje besser vom Gesicht abgeloffe iss". Sitzungspräsidentin Annelie Lösch breitete in munterem Wortschwall anschließend ihre Erlebnisse als "berufssuchende Stipendiatin" aus, die in der Erkenntnis gipfelten: "Studiengänge gibt's gar viele, mit und ohne Ziele". Der nachfolgende Auftritt des WVZ Ballettes "Schlenkerbo" als wilde Piratinnen war eine Augenweite und gefiel durch Variationsreichtum. Das Publikum ging begeistert mit. Die talentierten Jugendlichen Anne Weber und Andrea Lösch beklagten sich danach wortgewandt vor der Narrenschar über das "harte Los im Elternhaus" und hatten von dem "ewigen danke und bitte sagen", von den Erwachsenen gepredigt, gänzlich die Nase voll. Ein gelungener zeitnaher Dialog heutiger Jugend, für den es anerkennenden Applaus gab.
Was ist in der schnelllebigen Zeit interessanter als die Beschäftigung mit dem Computer und seinen Tücken? Willy Schneider konnte hiervon ein leidvolles Lied singen. Frustriert über "Hotline" und Internet gipfelte sein Vortrag in der Aussage "die gut alt Schreibmaschin iss immer noch es bescht fer zum schreiwe vum moin Fastnachtstext". Das Publikum dankte mit lebhaftem Beifall. Stimmungsvoll ging es dann mit einer flotten Bauchtanznummer der Gruppe "Flacher Bauch", (Udo und Christel Schenk, Marlene und Marina Heinz, Mona Emig und Christof Wegerle) in Original orientalischen Gewändern, in die Pause.
Als "Diebsohlhexen" eilte der Elferrat nach der Halbzeit auf die närrischen Bretter. Udo Jürgens wurde ebenso gekonnt als Besucher des lieblichen Wachenheims begrüßt, wie Queen Elisabeth und Kanzler Schröder mit Gattin Doris, denen der Wachenheimer Wein und das Kneipp Wassertretbecken dabei zum Lebenselixier wurden. "Un verhungern muß bei uns im Ort aach käner, die Fläschkäsweck vun unserm Metzger sinn de gröschte Geck", verkündeten die Hexen unter viel Applaus.
Im weiteren Programmverlauf dann "Knaddel und Daddel", Arnd Eberle und Andreas Knapp, Wachenheimer Urgesteine und seit vielen Jahren absolute Garanten für ausgefeilten Fastnachtkokolores. Sie empfahlen "Pillen unn Silberlöffel für Amore". Beifallsstürme waren verdienter Lohn gekonnter Situationskomik. Die Tanzmäuse "Pink Ladies", Alexandra Hofmann, Simone Gießen, Katja Schmidt und Isabell Soroczak brachten mit ihrem flotten Tänzchen weiter Buntheit und Bewegung auf die Narrenbühne. Vor dem furiosen Schlussakkord mit den Playback-Darstellungen fastnachtlicher Schlager der "Los Promillos", vum Mänzer Margittche bis zu Jupp Schmitz, von Andreas Knapp moderiert, konnten noch Beate Litkie und Jutta Schmidt als "Lotti und Lola" mit ihrem Sketch das Auditorium von den Sitzen reißen. "Urlaub hawense viel gemacht unn Wachrem hot drüwwer herzlich gelacht" war das Fazit ihres farbigen Erlebnisberichtes. Da schlugen noch mal die Stimmungswogen so richtig hoch.
Nach Sitzungsende schwangen zahlreiche begeisterte Besucher noch bis weit nach Mitternacht zu den Klängen von "Happy Holiday" das Tanzbein .
Zum Gelingen der Sitzung trugen bei:
Sitzungsablauf: Dieter Hummel, Heribert Göngrich, Stefan Litkie.
Saaldekoration und Requisiten: Horst Göngrich, Lothar Hofmann, Ludwig Steuerwald, Edmund Sieroki, Edmund Immesberger, Jürgen Britzius, Michael Dinger, Wolf-Dieter Egli.
Wirtschaftsbetrieb: Hans Lösch, Wilfried Selzer, Ernst Martin
Küche: Traudel Strack, Ulrike Steuerwald, Margitta und Lisa Germann
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