Wenn sich Feuerwehrleute um brennende Tannenbäume scharen und tatenlos zusehen, wie diese Opfer der Flammen werden, kann man sich sicher sein, dass ein Knutfest gefeiert wird. Löschen unerwünscht!
In der Region wird der nordische Brauch immer beliebter, wobei die Wachenheimer von sich sagen, es als erste Gemeinde im Wonnegau und angrenzendem Terrain gefeiert zu haben. Das fünfte Mal trafen sich die Bürger an und in der Feldscheune Hofmann am Kindenheimer Weg. Immer wieder stauten sich kurzfristig die Fahrzeuge auf dem Weg dorthin, nicht nur dem ab und zu geschlossenem Bahnübergang wegen, sondern einfach aufgrund des guten Zuspruchs. Bis zu 50 Bäume werde man wohl verbrennen, schätzte man von Seiten der Feuerwehr, die gemeinsam mit dem Förderverein und dem Gesangverein Liederkranz Initiator des Knutfestes ist. Zwar war´s bibberkalt, allerdings konnte man sich in der Feldscheune aufwärmen, bei Glühwein und Kaffee, Kuchen und der obligatorischen Bratwurst. "Die muss sein, die läuft immer", bestätigte der Wachenheimer Dieter Keth, wenngleich in diesem Jahr erstmals ein "Knutburger" den Weg auf die Speisekarte fand.....
Erschienen im der Wormser Zeitung am 19.01.2010